Grenzen des logischen Denkens

Borretsch
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Unser wissenschaftliches Zeitalter beruht auf Logik und Messbarkeit. Dieser Denkrahmen hat eine objektivierbare Wirklichkeit erzeugt, in der selbst hochkomplexe Systeme durchschaubar und technisch beherrschbar werden und Störungen als Fehler eingegrenzt und eliminiert werden können. Dadurch wird aber im neuzeitlichen Denken die Komplexität der Welt auf monokausale Zusammenhänge eingeengt.

 

Der Erfahrungswelt der Objekte unterliegt aber eine Tiefendimension, die Quantenmechanik, die sich dem logischen Denkrahmen entzieht. Diese stellt eine holistische Welt da, der wir uns heute zunehmend wissenschaftlich-technisch nähern und die mehr und mehr in unserer Lebenswirklichkeit berücksichtigt werden muss.

 

Die Suche nach einem adäquaten Denkrahmen hat zwischen den Extremen der zweiwertigen Logik des "tertium non datur" und dem holistischen Denken eine Vielzahl von multivalenten Denkansätzen hervorgebracht, die die zunehmende Vernetzung der Welt in ihrem logischen Beziehungsgefüge berücksichtigen, so daß auch unauflösliche Widersprüche Teil der Denkansätze werden können (z.B. Welle und Teilchen).

Das Denken über das Denken macht deutlich, dass es eine vertikale Hierarchie der Denkrahmen gibt. So brauchen nicht notwendigerweise alle vernetzten Entscheidungen dem selben Denkrahmen folgen. Logische, strategische und taktische Entscheidungen können durchaus unterschiedlichen Entscheidungsformen folgen, die gegensätzliche und widersprüchliche Positionen einschließen. Ein geschickter Wechsel des Denkrahmens erschließt neue Lösungsstrategien und kann für ein gegebenes Problem wesentlich zur Abkürzung des Lösungsweges führen.

 

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